Auf der ganzen Welt wird eine ähnliche NPK-Angabe auf Düngemittelverpackungen benutzt. In den Niederlanden besteht weiterhin die Möglichkeit, diese Werte als Gewicht im Volumen darzustellen.

Die meisten Länder haben diese Art zu messen vor Jahren aufgegeben.

 

Was genau wird gemessen?

Im Labor wird das Düngemittel gelöst und danach werden die Werte der (Spuren-)Elemente ermittelt. Diese Werte werden in eine Tabelle mit den entsprechenden Prozentzahlen im Düngemittel konvertiert.

Auf der Verpackung vermerken wir die Elemente in Prozent, aber auch die Prozentzahl der Elementbestandteile, die vollständig wasserlöslich sind.

Eindeutig auf der Vorderseite der Verpackung gekennzeichnet ist der NPK-Wert als Prozentanteil des Gesamtelements.

 

Was ist der NPK-Wert?

Der NPK-Wert stellt das Verhältnis des Nitrogens (N), Phosphors (P) und des Kaliums (K) dar.

Nitrogen ist für die Wachstumsphase der Pflanze erforderlich. Es stellt sicher, dass die Pflanze groß wächst und große grüne Blätter und Früchte/Blüten trägt. Nitrogen sollte vorsichtig zur Pflanze hinzugefügt werden, damit weder zu viel noch zu wenig davon verabreicht wird.  

Ein Nitrogenüberschuss hat ein übermäßiges Pflanzenwachstum zur Folge. Bei Blütenpflanzen ist ein Überschuss festzustellen, wenn sie nicht oder erst zu spät blühen.

Ein Nitrogenmangel äußert sich in schwachem Pflanzenwachstum mit kleinen Blättern und einer gelbgrünen Farbe. Die gelbgrüne Farbe wird durch Chlorophyllmangel verursacht.

Phosphor ist für die pflanzliche Proteinbildung erforderlich. Proteine stellen sicher, dass der Stamm und die Früchte an Festigkeit gewinnen und die Samen fruchtbar werden. Außerdem sorgen sie für die Vitaminproduktion der Früchte. Phosphor wirkt auch auf die Wurzelbildung positiv.

Ein Phosphorüberschuss hemmt die Aufnahme von Metallen wie Eisen, Kupfer und Zink, was zu Wachstumsstörungen und sich gelb färbenden Blättern (Chlorose) führt.

Ein Phosphormangel kann anhand des Wachstums und der Blüte der Pflanze erkannt werden. Diese werden verspätet stattfinden und es wird länger dauern, bis die Pflanze Früchte/Blüten entwickelt. Die Pflanze wird auch eine geringere Widerstandsfähigkeit aufweisen. Ein Phosphormangel ist durch eine rotbraune Verfärbung der Blätter identifizierbar.

 

Kalium ist für die Festigkeit der Pflanze erforderlich. Für die pflanzliche Stärke- und Zuckerbildung braucht die Pflanze ausreichend Kalium. Außerdem werden Blüte und Fruchtansatz und die Nachhaltigkeit der Frucht positiv beeinflusst. Eine Saat, die viel Stärke und Zucker produziert, wird daher mehr Kalium benötigen.  

Ein Kaliumüberschuss hat einen höheren Wasseranteil in der Pflanze zur Folge, hemmt aber auch die pflanzliche Aufnahme von Magnesium und Bor. 

 

Ein Kaliummangel zieht Krankheiten wie Pilzerkrankungen mit sich. Die Blattränder sind braun und sterben zusammen mit der Pflanze ab.

 

ww-webDer Unterschied zwischen W/V und W/W

Die Bezeichnung W/V steht für Gewicht/Volumen. Gewicht/Volumen ist eine Messmethode.  

Das Düngemittel wird als Volumen im Wasser aufgelöst. Zum Beispiel: Nehmen Sie 1 Liter Osmosewasser und lösen Sie 1 ml Düngemittel darin. 1 Liter Osmosewasser entspricht 1 kg (dies ist eine Gegebenheit). Dieses Waser repräsentiert nun das Gewicht (Weight (W)). 

1 ml Düngemittel repräsentiert das Volumen (V).

 

Die Bezeichnung W/W steht für Gewicht/Gewicht. Gewicht/Gewicht ist die Messmethode, die weltweit benutzt wird und wir ebenso benutzen werden.

Hierbei wird das Düngemittel als Gewicht im Wasser gelöst. Zum Beispiel: Nehmen Sie 1 Liter Osmosewasser, von dem wir bereits wissen, dass es 1 kg wiegt, und lösen Sie 1 mg Düngemittel darin. Sowohl das Osmosewasser als auch das Düngemittel werden nun als Gewicht hinzugefügt. Das ergibt das Maß W/W. 

 

Welcher Wert wird sich ändern?

Der bekannte NPK-Wert auf der Verpackung wird in naher Zukunft einen geringeren Wert anzeigen. Anstatt W/V hinter dem NPK-Wert, werden Sie nun W/W hinter dem NPK-Wert sehen. 

Der Wert erscheint geringer, aber das Rezept und die Dosierung bleiben gleich. Ihr bewährtes Produkt wird weiterhin so funktionieren, wie Sie es über die Jahre gewöhnt waren.

Tatsächlich ändert sich gar nichts, ausgenommen der Verpackung.

 

Warum sind die Werte geringer?

Die derzeitigen Werte sind geringer, weil die spezifischen Rohdichten der Düngemittel ihr eigenes Gewicht haben. Jede Flüssigkeit hat ein anderes Gewicht und nur bei Osmosewasser entspricht 1 Liter tatsächlich 1 kg. !:!

Wir haben zuvor gelesen, dass das spezifische Gewicht von Osmosewasser 1 kg ist. Jede Flüssigkeit hat ihr eigenes Gewicht. Man kann also nicht sagen, wie im Falle des Osmosewassers, dass 1 Liter Flüssigkeit in der Tat 1 kg wiegt. Oft ist eine Flüssigkeit schwerer als Wasser, aber sie kann auch leichter als Wasser sein. *Zum Beispiel: 1 Liter Düngemittel könnte 1,12 kg wiegen. Und von einem anderen Düngemittel könnte wiederum 1 Liter 0,98 kg wiegen.

Hieran können Sie sehen, dass 1 ml eines Produkts nicht gleich 1 mg entspricht. Es könnten zum Beispiel* 1,12 mg oder 0,98 mg sein. Dies bedeutet, dass die Umwandlung von W/V anders aussieht, wenn wir 1 mg Düngemittel in 1 Liter Osmosewasser lösen, anstatt 1 ml.

 

Beispiel: 1 ml Düngemittel, mit dem spezifischen Gewicht von 1,18 mg, führt bei Auflösung in 1 kg Osmosewasser zu anderen Werten, als wenn 1 mg davon in 1 kg Osmosewasser gelöst wird. Mit 1 ml (= 1.18 mg) lösen Sie mehr als 1 mg und daher sind die Werte höher.

 

* Beispiel:

1 ml (1.18 mg) flüssiges Düngemittel in 1 kg Osmosewasser = W/V

1 mg (0.82 ml) flüssiges Düngemittel in 1 kg Osmosewasser = W/W

 

Sollten Sie nach Lesen dieser Erklärung noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte über sales@atami.com oder 0031 (0) 73 522 32 56

 

* = Nur ein Beispiel, die oben genannten Werte sind erfunden, da jede Flüssigkeit ihr spezifisches Gewicht hat.

 

 .        Täglich.        Wöchentlich.        Einmal alle 2 Wochen zum Bewässerungswasser oder während der Blütezeit der Pflanze hinzufügen.